Erfolgsgeschichten

Viele unserer Schützlinge konnten bereits ein neues und liebevolles Zuhause finden. Lesen Sie an dieser Stelle einige Geschichten von erfolgreichen und glücklichen Tiervermittlungen. Weitere Geschichten & Informationen rund um unser Tierheim  finden Sie in unseren Vereinshefterln, die wir all unseren Mitgliedern persönlich zusenden. Der jährliche Mitgliedsbeitrag für Interessierte beträgt hierfür € 20,-. Sie unterstützen damit auch unsere Tiere, sowie das Tierheim selbst. Unsere Bankdaten lauten: 

Kärntner Katzenschutzverein, Tierheim Garten Eden
IBAN: AT69 2070 6008 0000 0440
Kärnter Sparkasse

Wir danken Ihnen recht herzlich für Ihre Spenden!

Ende Dezember letzten Jahres erreichte uns ein Hilferuf, es ging um einen Dogo Argentino im Alter von 3 Jahren.
Obwohl diese Hunderasse schwer vermittelbar ist, haben wir Djuke aufgenommen. Er war sehr dünn und hatte, vor allem an den Pfoten, viele rote Stellen. Auf Grund seines Gangbildes stellten wir ihn auch gleich in der Tierklinik vor, der Befund war aber negativ. Bezüglich seiner Haut untersuchte ihn eine Tierärztin die auf solche Fälle spezialisiert ist. Es stellte sich heraus, dass er eine Futtermittelallergie hat. Nun war es für uns auch klar, warum er oft überreagiert hatte, es war ihm einfach nicht wohl in seiner Haut (im wahrsten Sinn des Wortes). Ab diesem Zeitpunkt bekam er nur noch Spezialfutter und wurde mit Salben behandelt.

Djuke war anfangs sehr unglücklich, hatte Stress und bellte viel.
Nachdem er etwas zugenommen und seine Haut sich gebessert hatte, versuchten wir ihn zu vermitteln.
Eine Familie meldete sich, ging einen Monat lang mit ihm spazieren und nahm ihn „zur Probe“ mit nach Hause. Djuke hat sehr schnell die Herzen dieser Familie erobert und sie beschloss ihn zu behalten.

Kürzlich konnten wir uns bei einem Besuch überzeugen, dass es ihm prächtig geht, er toll aussieht und ein wunderbares Zuhause gefunden hat.

Wir freuen uns immer sehr darüber, Bilder von unseren Schützlingen in ihrem neuen Zuhause zu bekommen. Hier bekamen wir ein kleines Update von „Nike“ und „Kiwi“, die wir im Jänner vermittelt haben. Wie man sehen kann, geht es ihnen super und wir sind unendlich dankbar für solch einen schönen Platz. Vielen Dank

Eines Tages kam Fritz ins Tierheim und wollte sich einfach mal umsehen. Er hat sich für alles interessiert. Es hat ihm gut gefallen und so sind wir ins Gespräch gekommen.

Fritz war früher LKWFahrer. Als er seinen alten Beruf an den Nagel hängen musste, weil seine Tour wegrationalisiert wurde, kam er um im Tierheim ehrenamtlich ein wenig auszuhelfen. Man sah ihm die Liebe zu Tieren sofort an und wie es im Leben so spielt, wurde damals gerade eine Stelle frei und er ergriff diese Chance.

Fritz ist ein sehr gestandener Mann, der sein Herz auf der Zunge trägt, sagt alles gerade, direkt und frei heraus und ich schätze das sehr an ihm. Er ist ein sehr authentischer Mensch. Wenn Christina nicht im Heim ist, kümmert er sich liebevoll um die Hunde, wobei doch einige etwas schwierig sind. Er kommt aber gut mit ihnen zurecht. Ansonsten hilft er bei den Katzen, die er ebenso liebevoll betreut.

Wenn man mich fragt, was Fritz am besten kann oder was ihn für dieses Tierheim so unentbehrlich macht, so ist es sein Talent aus dünnen, abgemagerten Tieren, wohlgenährte glückliche Tiere zu machen. Ich glaube, er würde es sogar schaffen, eine Blindschleiche kugelrund zu füttern. Ich bin dankbar, ihn in unserem Team zu haben.

Dennis F.

Es war ein schöner Oktober Nachmittag, als es am Tor im Tierheim läutete. Lautes miauen war schon zu vernehmen und ein verzweifelt aussehendes Pärchen hielt eine Transportbox in den Händen. Ich erinnerte mich, 2 Tage zuvor ein Telefonat geführt zu haben, in dem es um einen Katzenwelpen ging, der unter einem Holzstapel gefunden wurde. Am Straßenrand lag eine tote Katze, welche wahrscheinlich die Mutter war. Die Dame am Telefon wollte das Kitten gleich vorbei bringen und wir wunderten uns, wieso sie doch nicht kam. Anscheinend wurde jemand gefunden, der die Aufgabe – alle 2-3 Stunden Fläschchen geben und den Bauch ausmassieren – auf sich nimmt. Schließlich erklärte die Dame, sie wollten es doch selber versuchen, aber sie hätten es sich nicht so anstrengend vorgestellt und waren mit der Aufgabe überfordert. Nachdem wir das schriftliche erledigt und uns verabschiedet hatten, sah ich mir das Kitten genauer an und erfreulicher Weise sah er ganz gut aus! Er war ca. 2 Wochen alt, hatte Riesenhunger, trank gut und sah gesund aus. Auch hatte er einen guten Zug an der Flasche! Die erste Nacht verlief sehr gut und auch der nächste Tag, ich nahm ihn mit in die Arbeit, damit ich ihn richtig versorgen konnte. Es war alles ganz normal und in Ordnung. Als ich um 24 Uhr das Fläschchen gab, trank er sehr gut und um 2 Uhr – als ich ihn aus seiner Tasche nehmen wollte – war das kleine Würmchen schon ganz kalt, atmete nur mehr ganz schwach und war schon mehr drüben als auf unserer Seite. Tränen schossen in meine Augen und ich fragte mich, was ich tun sollte. Sollte ich ihm den Stress, zu einem Tierarzt zu fahren, um dort euthanasiert zu werden, echt noch antun? Da er schon mehr tot als lebendig und so kalt war, entschloss ich mich, ihn an meiner Brust über die Regenbogenbrücke gehen zu lassen. Ich legte mich wieder hin und hob ihn unter die Decke auf meine Brust und ich musste fürchterlich weinen. Ich verstand es einfach nicht, er trank so gut und sah so gesund aus. Eine dreiviertel Stunde später, mir kam es vor wie Stunden, schreckte der Kleine auf einmal auf, atmete sehr heftig und fing auch gleich an wieder lauthals zu schreien. Wieder schossen mir die Tränen in die Augen, diesmal aus Freude. Wie glücklich ich war, es war wirklich ein kleines Wunder! Er trank auch gleich wieder und tat als wäre nie etwas gewesen. ,,Vito“ ist zu einem stattlichen jungen Kater herangewachsen und wir haben uns entschlossen, ihn zu behalten. Meine zweite Handaufzucht „Yum yum“, der Kater „Loui“ und meine beiden Hunde „Sooki“ und „Noomi“ haben ihn auch schon fest ins Herz geschlossen. Auch wenn er die Wohnung und unser Leben auf den Kopf stellt, können wir uns dieses ohne den kleinen Racker gar nicht mehr vorstellen!

Katrin M.

Ich wurde im Herbst, in der Nähe eines Gasthofes geboren. Meine Mama, meine fünf Geschwister und ich waren dort nicht erwünscht. Wir wurden in einen Container verfrachtet und im Tierheim abgegeben. Wir hatten gerade die Augen geöffnet und dann diese fremde Umgebung. Anfangs war es ganz okay, doch dann waren auf unserer Station schon ein paar kränkliche Katzen abgegeben worden. Wir wurden so schnell wie möglich auf eine andere Station verlegt, aber leider war es schon zu spät. Zwei meiner Geschwister fingen an sich zu übergeben.

Am nächsten Tag waren es schon drei von uns, danach sogar fünf von uns. Der Mensch, der jeden Tag ~nsere Betten, die Toiletten und Futterstellen sauber gemacht hat, begann uns mit der Hand zu füttern.

Er murmelte vor sich hin, ,,nicht aufgeben, wir schaffen das, wir besiegen diese Katzenseuche.“ Er war fast jede Stunde bei uns. Zwischendurch piekste ein Mensch Nadeln in uns. Doch es kam wie es kam. Eines Morgens war eines meiner Geschwisterchen für immer eingeschlafen. Unser Mensch nahm es aus der Box, legte es vorsichtig in eine kleine Schachtel und verschwand damit.

Dann betrat er wieder den Raum, seine Hände rochen nach Desinfektionsmittel, aber trotzdem liefen wir auf ihn zu um unser Futter entgegenzunehmen. Ein weiterer Tag verging und zwei meiner Geschwister waren für immer eingeschlafen. Ich verstand nicht warum das so ist, aber wir haben uns fest an sie herangekuschelt. Unser Mensch betrat morgens wieder den Raum und ich sah die Tränen in seinen Augen.

Ich sah wie er die Körper meiner Geschwister wieder behutsam aus der Box nahm, um sie dann wieder in eine Schachtel zu geben und sie rauszutragen. Danach kam er wieder. Er öffnete die Box, fütterte uns und murmelte, ,,nicht aufgeben, wir schaffen das, wir müssen einfach, brav fressen ihr kleinen Mäuse.“

Ich hatte nur zwei Geschwister und meine Mama. Ich wünschte ich könnte euch sagen, dass das alles war. Der nächste Tag, eine meiner Schwestern schlief für immer ein. Unser Mensch kam wieder. Er nahm sie aus der Box, er war etwas wütend. Wütend wohl, weil er so machtlos war. Als er dann wieder den Raum betrat, öffnete er unsere Box, fütterte uns wieder und sprach diesmal laut und deutlich: ,, Ich weiss, ihr versteht meine Sprache vielleicht nicht, aber wir schaffen das. Ihr müsst es einfach schaffen. Nicht aufgeben.“ Tage vergingen, es ging mir nicht gut. Ich war nur noch ein Knochengerüst. Meine letzte Schwester hingegen tollte herum und spielte mit meiner Mama. Den beiden ging es super. Sie nahmen stetig zu. Ich bekam Infusionen und mein Pfleger schmierte die kahlen Stellen an meinem Hinterteil. Ich verlor fast mein halbes Fell wegen dem andauernden Durchfall den ich hatte. Er gab mich trotzdem nie auf. Irgendwann kam er zu mir und sagte: ,,Hallo Ari“. Er nannte mich Ari. Er gab mir vorher keinen Namen weil er Angst hatte, dass ich auch gehen würde.

Mein Name ist ARI. Ich habe eine Ataxie. Ich bin ein wenig unterentwickelt. Ich falle oft hin, aber ich finde meine Toilette. Ich bin super verspielt, ich hüpfe wie ein Meister durch die Boxen und ich schnurre und schmuse als ob ich nie was anderes getan hätte. Meine Schwester und ich kämpfen sehr gerne und unsere Mama schaut uns dann immer begeistert zu. DAS IST MEINE GESCHICHTE.

Ich bin Dennis und der Pfleger von Ari. Ich möchte mich nur kurz zu Wort melden. Ich bitte Euch, lasst Eure Katzen, vor allem die Freigänger kastrieren. Es gibt unzählige Kitten die verhungern, erfrieren, von Autos überfahren, irgendwo „entsorgt“ werden etc. nur weil nicht darauf geachtet wird.

Dennis F.

Im Oktober 2018 fanden Mitarbeiter, als sie zur Arbeit kamen, in der Tierklappe einen Welpen. Es war eine Staffordshire Terrier Hündin und nach Schätzung unserer Tierärztin etwa 3 – 4 Monate alt. Wir gaben ihr den Namen „Emma“. Nach ein paar Tagen wurde sie von ihrer Besitzerin, einer jungen Frau, wieder abgeholt. Warum der plötzliche Sinneswandel eintrat konnte damals nicht geklärt werden. Ein paar Monate später wurde Akali, so der Name der Hündin, die jetzt knapp 1 Jahr alt war, wieder bei uns abgegeben. Offensichtlich war jetzt der Zeitpunkt gekommen, wo die Besitzerin nicht mehr mit ihr zurechtkam und auch keine Bedenken hatte, ihr ein Leben im Tierheim zu bescheren.

Es war schwer einen Zugang zu ihr zu finden, sie mochte keine anderen Hunde und reagierte auch auf Menschen sehr misstrauisch und ängstlich. Es war nicht möglich sie zu vergeben. Im September des Vorjahres kam ein Besucher ins TH. Seine Familie hatte schon vor Jahren einen Amstaff bei uns geholt, der aus schlechter Haltung und immer an der Kette war. Sein Wunsch war es, einen Welpen zu nehmen und er sah sich mit Christina um. Als sie bei Akali angelangt waren beugte er sich zu ihr hinunter. Akali sprang ihn an, aber nicht um ihrer Aggression Ausdruck zu verleihen, sondern um ihn ganz zart am Ohr zu zupfen. Das war der Moment wo Daniel klar wurde, es muss kein Welpe sein. Nach dem ersten Spaziergang stand für ihn fest, sie ist es! Es war sozusagen Liebe auf den ersten Blick, von beiden Seiten.

Kali, wie sie jetzt heißt, hat sich bei ihrer neuen Familie wunderbar eingelebt und Fortschritte gemacht, sie kommt großteils mit anderen Hunden klar und auch Menschen gegenüber hat sich ihr Verhalten geändert. Wir freuen uns immer wieder, wenn unsere Hunde einen guten Platz bekommen. Und hier bewahrheitet sich eine alte Hundeweisheit die besagt: Oft sucht sich der Hund seinen Menschen aus und nicht umgekehrt.

DGS

Jonny hatte keine schöne Vergangenheit. Eine Familie nahm ihn auf, weil er nicht nett behandelt wurde. Leider stellte es sich heraus, dass er keine kleinen Kinder mag. Jonny attackierte das Kind. Schweren Herzens wurde er zu uns gebracht. Auch hier war er aggressiv und sein Verhalten war am Anfang unberechenbar. Er war aber nicht für jeden Mann oder jede Frau geeignet, da er kein Kuschelkater war.

Es kamen sehr viele Menschen die ihn haben wollten, aber seine Art war nicht so wie es sich diese Menschen vorgestellt haben.

Er war schwer vermittelbar. Ca. ein Jahr war er bei uns und war das Highlight bei uns im Katzenhaus. Eines Tages fragte ein Mann per Telefon wie Jonny so ist. Wir haben ihm dann alles erklärt und er wollte Jonny trotzdem haben. Das war die beste Entscheidung. Sein neuer Besitzer hat uns einen Brief geschrieben in dem er uns die ersten Tage mit Jonny erzählte. Seit einer Woche ist Jonny jetzt dort und es ist unbeschreiblich welche Freude er schenkt. Als erstes wollte er mal alles „entdecken“ und schnupperte herum. Er sitzt stundenlang am Schreibtisch und sieht seinem Herrchen zu. Fazit: er hat sich toll eingelebt, geht brav auf seine Toilette und hat immer Hunger. Sogar das Nachmittagschläfchen verbringt er mit seinem neuen Besitzer. Am liebsten liegt er auf der zweiten Couch oder bei Herrchen im Zimmer. Er ist sehr anhänglich und drängt gar nicht nach draussen. Er hat viele verschiedene Plätzchen wo er sich hinlegen kann. Mit viel Vertrauen und Geduld wurde Jonny ein super Kater.

Es ist so, dass Jonny einfach auf den richtigen Menschen gewartet und dann auch gefunden hat.

Wir wünschen beiden weiterhin viel Spaß und freuen uns sehr, dass ein Tier aus unserem Heim so viel Glück hatte.

Anna B.

Wie schon so oft hat uns irgend jemand über Nacht einen ganzen Wurf Kitten in die Tierklappe gelegt. Gott sei Dank waren die Temperaturen angenehm, aber keine Mama weit und breit.

Es waren 5 scheinbar gesunde und auch nicht abgemagerte Flauschkugeln, nicht älter als 2-3 Wochen und brauchten alle 2-3 Stunden ein Fläschchen. Meine Kollegin und ich haben uns entschlossen, die Tiere aufzuteilen. Sie nahm 3 und ich 2 dieser entzückenden Rasselbande.

Nach ein paar Tagen kam noch ein Flaschenkind ohne Mama – wie mir versichert wurde tauchte sie auch nach einem Tag nicht auf – dazu, Es war eine Schildpattkatze, etwa 2 Wochen älter und hatte riesigen Hunger. Sie hatte eine leichte Augenentzündung, war sonst aber gesund und wohlgenährt.

Nach ca. 1 Woche, alle 2 – 3 Stunden Fläschchen geben und ausmassieren, schien alles normal. Die Schildpatt und das grau getigerte Weibchen tranken normal, nur der graue Tigerkater hatte nicht viel getrunken, schien aber ansonsten fit. Er trank auch beim nächsten füttern nicht viel, war sehr ruhig. Ich fuhr sofort mit ihm zum Tierarzt, wo er gleich behandelt wurde. 2 Tage haben wir gekämpft, aber diese kleine Seele wollte leider nicht auf dieser Welt bleiben und ist über die Regenbogenbrücke gegangen. Die zwei Mädels, ich habe die Schildpatt Tammy und die grau getigerte Ratz Fatz genannt, haben sich dafür prächtig entwickelt und waren kerngesund.

Nach 10 Wochen kam dann der Moment, vor dem sich jede Pflegemami fürchtet und zugleich freut! Sie durften gemeinsam in ein neues Zuhause ziehen, wo sie ein Haus und einen Garten haben und einen älteren Herrn, der sie sofort ins Herz geschlossen hat und mir immer wieder mal Fotos von den zwei Rackern schickt. Sie sind voll Energie, hängen total aneinander und sind das beste Beispiel, wieso man Kitten immer nur zu zweit oder zu einer vorhandenen Katze nehmen sollte. Hunde, Menschen oder andere Tiere können leider kein Ersatz für einen Artgenossen sein. Auch die Geschwister von Ratz Fatz wurden erfolgreich vermittelt.

Wir wünschen unseren Pflegebabys alles Gute dieser Welt und ein schönes, langes, gesundes und spannendes Leben!

K.M.

Molly wurde mit ihren 2 Jungen (ca.3 Monate) zu uns gebracht. Die 2 Kleinen haben , schnell ein neues Zuhause gefunden. Bei der tierärztlichen Untersuchung wurde festgestellt, dass sie schon wieder trächtig war. Nach langem Warten brachte Molly 5 kleine Kätzchen auf die Welt. Sie tranken gut und waren wohlauf. Einige Zeit später bemerkten wir, dass 3 davon etwas schwächelten. Sie wurden untersucht und bekamen Medikamente. Diese mussten wir regelmäßig verabreichen. Wir machten uns große Sorgen, aber mit guter Pflege und Geduld wurden die Kleinen wieder gesund und entwickelten sich prächtig.

Alle haben ein tolles Zuhause gefunden. Es werden regelmäßig trächtige Katzen zu uns gebracht, da die Besitzer diese leider nicht kastrieren lassen. Sehr oft haben wir in unserem Informationsblatt schon darauf aufmerksam gemacht, wie wichtig die Kastration ist. Man stelle sich vor, eine Kätzin wirft 5 oder gar 6 Junge. Darunter einige Weibchen. Diese werden in einigen Monaten rollig, womöglich trächtig und werfen wiederum bis zu 5 Junge. Man kann sich daher ausrechnen, wie viele Katzen von einer Kätzin herumrennen. Auch Kater sollten kastriert werden, die bringen zwar nichts nach Hause, aber beglücken ringsum die Weibchen. Es ist kein Ausweg, die Kleinen zu ersäufen, in Mülltonnen zu werfen, denn das ist barbarisch und Tierquälerei. Der Weg ins Tierheim ist eine Möglichkeit, aber dort werden wir Tierpfleger gefordert, wenn wir neben unserer vielfältigen normalen Arbeit noch die vielen Kätzchen versorgen müssen. Womöglich noch alle 2 – 3 Stunden die Flasche geben.

Es sollte also genau überlegt werden, bevor man sich ein Tier anschafft, denn man hat Verantwortung und man solle sich fragen: hat man genügend Zeit, Kosten für Tierarzt, Futter und sonstiges sollte eingerechnet werden. Einen echten Tierfreund schreckt dies aber nicht ab.

Anna.B.

Der Regen prasselte auf das Dach – und das zur Weihnachtszeit! Kein vernünftiger Mensch verlässt das kuschelige Bett freiwillig. Auch ich nicht. Doch der brutale unbarmherzige Wecker entriss mich meiner Träume und erinnerte mich daran, dass erstens die scheuen Kostgänger auf mein baldiges Erscheinen hoffen, zweitens die „Tierklappe“ vor dem „Garten Eden“ kontrolliert werden muss, da die überflüssig gewordenen Vierbeiner ausschließlich nachts ausgesetzt werden. Feigheit ist oftmals eine unrühmliche Charaktereigenschaft mancher Menschen.

Drei Uhr nachts, wir starten, die Hunde, ich und das Auto. Ohne Hundebegleitung geht in der heutigen Zeit nichts mehr. Hunger überwindet alles, auch den Regen und so sind meine Schützlinge getreulich bei den Futterstellen. Endlich erreiche ich das Tierheim. Rasch springe ich aus dem Auto, voll überzeugt, dass heute kein ausgesetztes Tier auf Befreiung wartet.

Doch bevor ich mein spärliches Handylicht anknipse, dringt ein bedrohliches Grollen aus dem unteren Käfigraum, begleitet von einem stetigen Klopfen. Da stehe ich nun, der Regen rinnt an mir herab – ich nehme keinen Regenschirm – blicke in zwei Augen. Alles andere ist schwarz, wie eben Nächte sind. Der Schwanz klopft freundlich hinten, vorne wird Kampf signalisiert. Ich bin zu feige um einfach hineinzugreifen, also beginne ich im Tierheim die Fangstange zu suchen. Vergeblich. Ich nehme eine lange Leine, knüpfe eine Schlinge, da ich nicht weiß, ob der Hund überhaupt ein Halsband hat. Bei der spaltbreit geöffneten Tür taste ich mich auf Gedeih und Verderb an den Hundekopf heran, aus dem kein Knurren mehr ertönt. Und plötzlich spüre ich eine warme Zunge, wie sie über meine Hand streicht. „Du armes Tier, komm heraus aus dem Verlies!“ ermuntere ich es. Zögernd und auch misstrauisch kommt es heraus.

Ich stehe da und staune. Ein schwarzer Hund entfaltete sich zu furchterregender Größe. Nun steht er an meiner Seite, sein _Rücken reicht bis zu meiner Taille, sein Kopf ist in Brusthöhe. Furchtlos folgt er mir, ohne sich von dem Gebell der Hunde stören zu lassen, in einen warmen Zwinger mit Kuscheldecke und gutem Futter. Er ist ein Schmusehund hoch drei. Er ist übrigens schon in einem Privatheim – Haus plus Garten und zwei Hundekumpels – aufgenommen worden.
Wir wüschen ihm noch viele schöne Jahre und viel Spaß!

2 Tage später ertappte ich einen jungen Mann, wie er – nachts natürlich – eine Katzenbox in der Tierklappe verstauen wollte. Meiner Aufforderung nachkommend, drückte er mir den Transportkorb in die Hände mit der Bemerkung es sei ein Hund drinnen. „Wie alt ist der Welpe?“ fragte ich. Der Hund gehöre seiner Schwester und sei 2 Jahre alt, klärte er mich auf. Als ich das Tierchen in der Quarantäne aus der Transportbox hervorholte, offenbarte sich mir ein klapperdürrer Chihuahua, der sich sofort auf die dargebotene Nahrung stürzte. Nach einigen Tagen Aufenthalt im Tierheim bekam der Kleine eine wunderbare neue Heimat, die ihm hoffentlich die schlechten Zeiten vergessen lässt.

Ein großes Danke gebührt einer Dame und ihren Bekannten, die ein Kätzchen nachts nach Klagenfurt gebracht haben. Alles spielte sich so ab:

Eines Tages Ende November rief eine Dame bei Frau Lepuschitz an und berichtete, dass sie ein kleines Kätzchen beim Rehazentrum Althofen geborgen habe. Es wurde beraten und die Dame schlug vor, ihre Bekannte um Rat zu fragen. Inzwischen wurde es sehr spät. Diese Tierfreundin hatte dann um 22Uhr 30 die Fahrt nach Klagenfurt auf sich genommen und das Tierchen Frau Lepuschitz übergeben. Großes Danke an beide Damen, dass sie nichts unversucht ließen, um das Tier zu retten.

So gibt es fast täglich schöne und traurige Begebenheiten. Trotz mancher Kritik betreffend Tierklappe vor dem Heim, sind wir froh, dass unerwünschte Tiere darin landen und nicht irgendwo ausgesetzt werden.

H.L.